Erzähltheater, Gerhard P. Bosche,Bosche,Märchen,Erzählkunst
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Gerhard P. Bosche, Jahrgang 1954 Gerhard P. Bosche liebt Märchen schon seit seinen Kindertagen.
Als begeisterter Vorleser suchte er immer wieder nach neuen
Inspirationen und entdeckte schließlich die Ausbildung zum Märchenerzähler
bei Jana Raile (www.erzaehlausbildung.de). Auftrittsorte:Spiegelsaal Schloss Weissenhaus/Ostholstein Festivalauftritte: Artland; Bergisch Gladbach;
Hannover; Sonderveranstaltungen:
Kulturhauptstadt "Ruhrgebiet"
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LN - Freitag, 16.November 2001 von Jutta Colschen Oldenburg - Die Zuhörer wurden zu Gefährten auf der Reise durch die Seelen. Die Erzählkünstler Jana Raile und Gerhard P. Bosche entführten sie aus dem Gewölbekeller der VHS in ein Reich der Geister und Toten, an glimmende Leichenfeuer und zu Opferstätten, hin zu Königen und Prinzen, schönen Frauen und Dämonen. Schaurig-schön, besinnlich-heiter die Geschichten aus "Kathasaritsagara".Die Zuhörerschar war an diesem Abend gefordert, sollte Antworten geben auf die in der indischen Sage gestellten Fragen. Alle Antworten seien richtig, behauptete Gerhard P. Bosche. Wirklich? Gab es nicht vielmehr nur die eine Antwort, die die Künstler schon am Beginn des märchenhaften indischen Erzählabends mit dem Oscar-Wilde Zitat lieferten, das - wie merkwürdig - auch den Schlusspunkt setzte? "Die Seele", so lautet es, "ist eine schreckliche Wahrheit. Man kann sie weder kaufen, noch verkaufen, noch verschachern. Sie kann vergiftet oder vollkommen gemacht werden. Jeder hat eine Seele. Ich weiß es." Neun Geschichten erzählten Jana Raile und Gerhard P. Bosche aus der indischen Märchensammlung. Sie berührten die Seele und sie kratzten sie an, sie warfen Fragen auf und blieben -scheinbar- die Antwort schuldig, damit jeder selbst bei diesen "Irrfahrten der Seele" zum Ziel kommen konnte. Märchen als Seelennahrung. Für die beiden Erzählkünstler sind Märchen übertragene Bilder. Und die malen sie ihren Zuhörern und Zuschauern mit Sprache und Gestik in die Herzen. Dass zu reichlich erzähltem Spuk auch das richtige Ambiente gehört - die VHS Oldenburg hatte es begriffen und schuf es. Sogar die Getränkeliste ließ schaudern. Blutroter Wein, giftiger Sekt, arsenhaltiger Kaffee oder Tee mit Blausäure lehrte einem beim Genuss das Gruseln. |
| Pressetext der Lübecker Nachrichten vom 28. Juni 2000 Bewegende Geschichten zum Thema LiebeJ. Raile und Gerhard P. Bosche überzeugten bei der ersten Kulturmatinee der VHS OldenburgVon C. van Bruinessen Oldenburg - Vor das Vergnügen setzen selbst Liebesgötter manchmal erst den Schweiß. Bevor Jana Raile und Gerhard P. Bosche mit ihren märchenhaften Geschichten über die schönste Sache der Welt, die Liebe, beginnen konnten, mussten erst noch Stühle geschleppt werden. Denn statt der vom Kulturmanagement der VHS Oldenburg erwarteten 30 Zuschauer lockten die Märchen über die Liebe und das Leben etwa 70 Zuschauer an. (tatsächlich waren es 92, Auskunft des Kulturmanagements). In bester Märchenonkel-, beziehungsweise -tantenmanier erzählten Jana Raile und Gerhard P. Bosche bewegende und erheiternde Geschichten zum Thema Liebe. Untermalt und begleitet wurden diese Geschichten durch verschiedene Klanginstrumente, die teilweise ebenso märchenhaft anmuteten wie die Geschichten selbst. So hatten die beiden Künstlerdann auch ihr Publikum schnell in ihren Bann gezogen und bald fühlte man sich in eine Zeit zurückversetzt, als man verzückt den Geschichten lauschte, die Oma oder Mutter zu erzählen wussten. Aber die Märchen von der Liebe und dem Leben weckten nicht nur Erinnerungen an die Kinderzeit, sie stimmten auch nachdenklich. So öffneten sie ein Fenster zu den innersten Fantasien und Sehnsüchten der Zuhörer und sie erinnerten an die Wünsche und Träume, die man mit der Zeit und dem "Erwachsenwerden" hinter sich gelassen hat, die meisten davon unerfüllt. So wie traditionelle Märchen enthalten auch die von Raile und Bosche vorgetragenen Geschichten eine Botschaft für die Zuhörer. Die Geschichten von morgenländischen Prinzessinnen und armen Bauersjungen, von verliebten Göttern und vorlauten Königstöchtern erinnerten die Zuhörer daran, dass Zuversicht und Hoffnung, der Glaube an sich selbst, an die eigenen Möglichkeiten und die Verwirklichung seiner Träume oftmals hilft, die Widrigkeiten des Alltags nicht nur zu ertragen und zu überstehen, sondern das Beste daraus zu machen. Und so schien am Ende dieser wunderschönen Märchenstunde für Erwachsene nicht nur wieder draußen die Sonne, sondern auch in den Herzen der Zuhörer. Das Kulturmanagement der VHS Oldenburg, das begeistert war über die enorme Resonanz dieser erstmaligen Kulturmatinee, hat bereits ähnliche kulturelle Ereignisse, die das Herz höher schlagen lassen und die Sinne beflügeln, geplant. In drei Wochen, am 16. Juli wird die Schreibwerkstatt der VHS Oldenburg in einer Lesung mit Begleitmusik eigene Werke vortragen.
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Stand: 24. März 2012
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