Erzähltheater, Gerhard P. Bosche,Bosche,Märchen,Erzählkunst
Märchen und Sprüche zu den Sprüchenzur Desiderata |
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Eine kleine, (un)gewöhnliche Geschichte Einmal, als der liebe Gott wieder einmal als Bettler verkleidet über die Erde wandelte, bat er an einem bitterkalten Dezemberabend einen reichen Mann um ein Nachtlager. Der reiche Mann, der wie die meisten Menschen nur seinesgleichen kannte, aber an diesem Abend Zeit, Lust und Raum hatte, lud den lieben Gott, den er nicht kannte, herzlich in sein Haus. Er tischte reichlich auf und gedachte ihm später ein Nachtlager zu zeigen. Der liebe Gott, erstaunt über die unerwartete Wendung des natürlichen Ablaufs dieser Geschichte, bedankte sich erfreut, gab sich zu erkennen und erzählte von den alten Zeiten: Wie er, der Geschichte folgend, immer beim armen Mann habe einkehren müssen - als gäbe es nur Arme auf der Welt – und das dies doch zu ärmlich gewesen sei. Nun aber wollte er, nachdem die Geschichten - erzähler ihm einmal hätten ein anderes Los zufallen lassen, genießen, was ihm vorgesetzt worden und als Nachtlager angeboten sei. So feierten der reiche Mann und der arme, reiche Gott einen richtig angenehmen und anregenden Winterabend. Jürgen Schwarz
FRÖHLICHE
WEIHNACHTEN und ein www.wortspektakel.de www.fairytale.de
Die drei Wünsche Es war einmal ein armer Holzfäller, an Kindern war er reich, aber siehatten kaum das Salz in der Suppe. Mit jedem Morgen, wenn er im 'Walde die Axt von der Schulter nahm und im 'Walde sein saueres Tagwerk begann, dann spuckte er in die mageren Hände und seufzte tief auf: „Ach, wenn ich nur einmal drei 'Wünsche frei hätte, drei 'Wünsche nur, und keinen mehr!"Nun mag sich wohl fügen, daß, wenn ein Menschenherz sich dauernd etwas wünscht, sich einmal alles erfüllt. 'Denn, wie der Bauer nach seiner Gewohnheit eines Morgens eben in den dampfenden Waldnebel hineingewünscht hatte, stand vor ihm eine erhabene Frau. 'Die lächelte mit feinem Spott und fragte: „'Was begehrst 'Du?" „'Drei 'Wünsche! " rief schnell der Hauer und hob geblendet die Hand an die Stirn. „Hätte ich drei Wünsche frei, ich wollte für immer zufrieden sein und keinen beneiden!" „Geh heim, du hast sie", sagte die Elbin, „ aber wäge und wähle gut, denn es sind nur drei und keiner zuviel." Dem Holzfäller schwamm die ganze Welt in goldnen Lichtern. Er torkelte wie betrunken nach Hause. Seine Frau und die hungrigen Kinder hockten noch vor der Morgensuppe. Sie hielten den Vater ganz für närrisch in seiner Freude. Als sie aber erfuhren, worum es ging, da trommelten sie mit den Löffeln auf der Tischplatte herum und lachten wie toll. „Sachte, nur sachte, gut Ding will Weile haben“. Laßt uns die Sache kräftig bedenken. "So hockte denn die ganze Sippschaft wieder still um den wackeligen Tisch herum, sie runzelten die Stirnen und kraulten sich hinter den Ohren und mühten sich redlich ab, das 'Wünschet auszubrüten, die 'Mutter sagte: „'Einen 'Wunschgibst du mir, so hast du noch zwei!" Der Mann wußte wohl, sie hatte das Sagen. Also gab er ihr seufzend einen 'Wunsch ab. Mutter schlug vor: „'Was meinst du zu einer Sahneziege?" Aber der Vater schüttelte abwehrend den 'Kopf. „Er wollte ein 'Wunschbeil. Und das gefiel der Butter nicht. 'Die Kinder begehrten ein 'Wägelchen mit zwei Ziegenböcken, wie sie es bei den Gutskjndern gesehen hatten. Dann verfielen die Riten auf eine Buttertkuh, meinten, ein fetter Acker, eine saftige Wiese wären nicht schlecht, schonsollte es ein Bauerngut sein. Schließlich prahlten sie, ein Königreich stünde ihnen wohl zu. Bei allem Raten und Rätseln war die Mittagsstunde längst vorbei und immer noch nichts gescheites im Topf. Dem Vater knurrte der Magen. Da rief die Mutter aus Herzensgrund: „Ach, ich möchte mich mal so recht an Blutwurst satt essen! " Töricht gewünscht, töricht erfüllt. So flog eine Blutwurst zum Fenster herein, und platscht lag sie da auf der Platte und roch, daß allen das 'Wasser im Munde zusammenlief. Wie der Vater sah, daß der erste Wunsch an die Blutwurst vertan war, stieß ihm der Groll hoch und er brüllte: f“So soll dir doch die dämliche 'Wurst an der Nase sitzen! " Töricht gewünscht, töricht erfüllt. So sprang die Wurst, schlupp, von der Platte und baumelte schon an Mutters Nase und saß da fest, als wäre es niemals anders gewesen. So war denn nun der zweite Wunsch auch vertan. Sollte vielleicht der dritte beim Wegwünschen verloren gehen? 'Niemals! die 'Wurst mußte runter von Mutters Nase, auch ohne 'Wünschen. 'Erst zog der Vater an der 'Wurst, dann zogen die Kinder. Dann zog der Vater an der Mutter und die Kjnder an der Wurst. Aber das Ding ging nicht ab, trotz Mutters Geschrei. Da zückte der Vater als letztes Mittelsein langes Messer und schnitt die Blutwurst kurzerhand weg — dachte er l <Denn alsbald war eine neue gewachsen, und wenn sich auch die Wurstschnippel schon auf dem Teller häuften, die Urwurst wuchs immer neu aus Mutters Nase heraus. Schließlich verlor sie die Geduld. 'Die verdammte Schnippelei schlug ihr doch auf die Nerven, und sie schrie bei jedem Schnitt wie am Spieß. Sie zeterte: „Meinst du, ich wollte der "Hanswurst aller Leute sein? Hast mir das Ding da angespien, mußt mirs auch wieder runterhexen. Da gibts gar nix! " Der Vater wollte nun einmal zu einem vernünftigen Wunsch kommen, und heimlich erwog er bei sich: „Schadet nichts, wenn sie das Ding da im Gesicht behält. Dann läuft sie nicht so viel unter die Leute, und ich hab meine Ruhe!" Doch die Frau ließ nicht locker: „Heraus mit dem letzten 'Wunsch ", pfiff sie den Mann an, „oder ich koche euch nur noch Gift und Galle!" Auf dies Drohung hin mußte der schließlich den letzten Wunsch an die Blutwurst hängen. Ade nun ihr Träume und Hoffnungen, ade nun du Sahneziege, bunte Butterkuh, fetter Acker, Bauerngut und du stolzer Traum vom Königtum. Töricht gewünscht, töricht erfüllt — oder solltet Ihr vielleicht klüger sein? überliefert Ein Frühlingsmärchen Der Winter herrschte im Lande. Er regierte von seinem Schneeschloß aus die arme Erde, und je kälter und eisiger es war, desto mehr freute er sich. Er hatte eine einzige Tochter, die Schneeflockenprinzessin. Die ließ es schneien, so daß die weichen weißen Flocken auf die Erde taumelten. Diese Prinzessin nun hatte sich mit dem König Frühling verlobt, und
bald sollte die Hochzeit sein. Um den Einzug in sein Land recht schön zu
gestalten, sandte er Boten voraus, die es dazu vorbereiten sollten.
Zuerst kam der warme Südwind und trieb den Eiskönig samt seinem Sohn
Frost hinaus. Die mußten grämlich und verdrießlich abziehen. Dann
erschienen lauter kleine goldene Sonnenstrahlen, die schienen auf die
Erde, und überall, wo sich noch ein Fleckchen Eis oder Schnee zeigte,
wurde es weggeschmolzen. Die Stare kamen wieder und bezogen ihre
Wohnungen vom vorigen Jahr. Ohne Geschrei ging das nicht ab, denn die
unverschämten Spatzen hatten die Nester in Beschlag genommen und übel
zugerichtet. Da mußte eine große Frühlingswäsche abgehalten werden, um
sie wenigstens einigermaßen ordentlich zu machen. unbekannt
Das Nikolausgeschenk In Friesland lebte
einmal eine reiche Bäuerin, die war schon in jungen Jahren Witwe
geworden. Da stellten sich natürlich bald die ersten Heiratskandidaten
ein, aber sie wollte davon nichts wissen. Sie fürchtete, dass die
Burchen mehr hinter Haus und Hof als ihren blauen Augen her waren. friesisches Märchen Das Lumpengesindel Hähnchen sprach zum Hühnchen: "Jetzt ist die Zeit, in der die Nüsse reif werden. Da
wollen wir mitsammen auf den Berg gehen und uns einmal richtig satt essen, ehe das
Eichhörnchen alle wegholt." nach Grimm Eine kleine, (un)gewöhnliche Geschichte Einmal, als der liebe Gott wieder über die Erde wandelte, bat er an einem
bitterkalten Dezemberabend einen reichen Mann um ein Nachtlager. Der reiche Mann, der
wie die meisten Menschen nur seinesgleichen kannte, aber an diesem Abend Zeit, Lust
und Raum hatte, lud den lieben Gott, den er nicht kannte, herzlich in sein Haus. Er
tischte reichlich auf und gedachte ihm später ein Nachtlager zu zeigen. Jürgen Schwarz Die Wahrheit ging durch die Straßen, ganz nackt wie am Tage ihrer Geburt. Kein Mensch
wollte sie in sein Haus einlassen. Alle fürchteten sich vor ihr. Eines Tages ging die Wahrheit wieder in Gedanken versunken durch die Straßen. Sie war jüdisch Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein kleiner Junge mit einem
Schlitten Holz holen. Als er nun ein gut Bündel geschnürt hatte, wollte er noch nicht
nach Hause, sondern sich seine kalten Finger an einem kleinen Feuer wärmen. Wie er so
den Schnee beiseite räumte, da fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Wo ein
Schlüssel ist, dachte er, da muss auch ein Schloss sein. Und er fing an tiefer in die (nach Grimm, Kinder und Hausmärchen) Wir möchten Ihnen allen eine Geschichte an die Hand geben mit der Bitte sie weiterzugeben / weiterzuerzählen / weiterzuschenken in der Hoffnung, dass sie sich erfüllt: Als ein Krieg zwischen zwei benachbarten Ländern unvermeidlich schien, schickten
Könige beider Länder Späher in das Nachbarland, sie sollten herausfinden wo man am
besten in Feindesland einfallen könnte. Die Späher kamen zurück und berichteten beiden
Königen dasselbe: Es gebe nur eine einzige Stelle, an der man in des Nachbarland
einfallen könne. Dort aber lebe ein junger Bauer mit seiner schönen Frau und einem
Kind. Es heißt, sie seien die glücklichsten Menschen. "Wenn nun unsere Heerscharen
über das Land einfallen, so zerstören sie das Glück. Also kann es keinen Krieg geben" Ernst Penzold If you like the following story, send it on and on. Tell the story, present it to your
friends, partners, colleagues, strangers and enemies... Ernst Penzold
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