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Die Kunst des Erzählens
 

Erzählt wird, seit es Menschen gibt. Es ist einer unserer Wege zur Verständigung. Erlebnisse und Erfahrungen werden in Worte gefaßt und weitergegeben. Damit vermitteln wir Botschaften, Nachrichten. Märchen (mhd. maere) heißt Kunde, Botschaft.

„Im Netz seiner Geschichten fängt der Erzähler alles ein: Die Kunde von vergangenem Geschehen, Wahrheit, Heldentum, Religion, Philosophie, Moral, Liebe.“ 

(Barry Sanders) 

Diese Kunde aus dem Volk (Folklore) beinhaltet laut Thoms:  Aufzeichnungen aus alter Zeit, Erinnerungen an untergegangene Sitten und Gebräuche, Sagen, örtliche Überlieferungen, Balladen.

(aus: Frederik Hetmann, Märchen und Märchendeutung) 

Hieraus entstanden und entstehen noch heute zahlreiche Märchen und Geschichten. Aus diesen „Grundstoffen“ sucht sich der Erzähler seine Interessen und formt, im Idealfall, daraus seine Erzählung.

Sagen: Gerade bei Sagen, z.B. König Arthur, Nibelungen, spielt die Erforschung der verschiedenen Erzählungen und Fakten eine große Rolle. Nur so kann der Erzähler eine ausgewogene Interpretation von Überliefertem und Persönlichem finden.
 
Märchen: Die Brüder Grimm z.B., haben uns eine reichhaltige Sammlung Ihrer gesammelten Märchen überlassen. Teilweise wurden sie ihnen erzählt, teilweise haben sie sich aus schriftlichen Quellen bedient. Im Laufe der Jahre haben sie selbst die „Grimm‘schen Märchen“ immer mehr verändert und zu ihren eigenen gemacht. Der Kern, die Botschaft aber ist erhalten geblieben.

Struktur und Inhalte: Es ist die Kunst des Erzählers die Botschaften der Märchen und Geschichten zu erkennen und zu erhalten. Dafür braucht es ein Sicheinlassen in die Geschichte und ein Bereitsein für eigene Verwandlung/ Veränderung.
Märchen sind wie der Mensch selbst: Das Skelett gibt den Menschen ihre Stabilität und Grundform, Muskeln halten diese Form zusammen, Organe machen es lebensfähig.
Das Skelett darf niemals verändert werden, damit das Märchen „funktionstüchtig“ bleibt. Wie viel Fleisch, Haut und Fett (Ausschmückung, Kommentar, Beschreibung) für die Form gelegt wird, ist allein die Entscheidung des jeweiligen Erzählers. 

Oder: „Geschichten sind das Herzblut oraler Kulturen und der Geschichtenerzähler ist das Herz des Stammes. Er pumpt Geschichten in das Kreislaufsystem des sozialen Organismus und hält sie dort in Bewegung. Seine Geschichten sind Geschichten, die sein Publikum erwartet und herbeiwünscht und deren Grundzüge es auswendig kennt."

(aus: Barry Sanders, Der Verlust der Sprachkultur)

Erzähler: Erst das Erzählen gibt dem Märchen seine Seele. „Gedruckt liegen Märchen nur in einem Grab, durch das Lesen holen wir sie in unsere Vorstellung herauf, durch das Erzählen werden sie lebendig...“ (Rudolf Geiger) In der Beschäftigung mit der Erzählung erfasst der Erzähler die Seele der Geschichte und gibt ihr durch Mimik, Gestik, Intonation und Sprache Leben.

Zuhörer:  „Jede Gemeinschaft braucht den Geschichtenerzähler, so wie jeder Geschichtenerzähler die Gemeinschaft braucht, denn Erzählen ohne eine aufmerksame Zuhörerschaft bedeutet nichts.“     

Erzählt wird, seit es Menschen gibt. Es ist einer unserer Wege zur Verständigung. Erlebnisse und Erfahrungen werden in Worte gefaßt und weitergegeben. Damit vermitteln wir Botschaften, Nachrichten. Märchen (mhd. maere) heißt Kunde, Botschaft.
und: „Eine Geschichte, mag sie noch so interessant sein, muß gehört werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.“ 

(beide Zitate: Barry Sanders)

 
 

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