“Ich gehöre zu den Verehrern . . .

 

 

 

Die meisten Menschen führen ein unendlich langweiliges Leben. Es liegt nicht in meiner Absicht, dieses Leben nachahmend zu beschreiben. Ich versuche es neu zu arrangieren, zu dramatisieren, um es interessanter, erregender, überraschender aufzuführen. Der Effekt ist mir wichtiger als die Realität, Handlung bedeutet mir mehr als intellektuelle Abstraktion.
E.W. Heine
 

nach E.W. Heine
Bearbeitung: Gerhard P.Bosche

Kille Kille II                      

Nachtschwarze Geschichten
prickelnd erotisch, federleicht erzählt

 

Ein Besuch in Indien und eine darauffolgende Reise, ein Experiment mit alter DNA, eine Möwengeschichte, was man nicht alles für die Liebe tut und wie blind ist ein Blinder wirklich?.
Aber dann kommt jedes Mal eine überraschende Wendung, die den Zuhörer eiskalt erwischt.
Die Geschichten nach E.W. Heine, vom C. Bertelsmann Verlag, strotzen von nachtschwarzen Bosheiten und sarkastischen Pointen. Ihr subtiler Horror überwältigt mit sanfter Leichtigkeit. 

E R Z Ä H L T H E A T E R
 

Hielten sich die letzten Literaturstücke an erwartete Inhalte, wird es jetzt, 10 Jahre nach den ersten KilleKille Geschichten, wieder makaber erotisch. Wie im ersten Teil wird kein Blatt vor den Mund genommen und nichts beschönigt, kein Erschrecken oder Beschauen ausgelassen. Doch nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird und am Ende wird, wie im Märchen, alles gut - oder doch nicht? Oder anders? Bosche erzählt frei und fröhlich, wie die Vorgaben der Schriftsteller gewachsen sind, ist immer da und aufmerksam, achtet selbst auf die kleinsten Reaktionen der Zuhörer um .....      

Die Bühne scheint leer. Treffende Geschichten unterstreichen das Geschriebene und unterbrechen kommentatorisch die Verbindung der Lebenden.
Bosche ist als Erzähler wach und sprüht vor Dynamik. Das Geschehen wird lebendig, der Zuhörer taucht ein in die Sprachkunst Heines und die Erzählkunst von Gerhard P. Bosche. Minimale Gesten und eindeutige Mimik kommentieren das Gesagte. Pausen wechseln mit rasanten Tempi und langsam tritt das Grauen des Alltäglichen hervor.